Liebe Freunde smarter Möbel, wir möchten euch mal wieder auf den neuesten Stand bringen. Ein Update auf v0.6 ist im Anmarsch und beendet die BETA-Phase dieses Entwicklungszyklus.

Die traurige Nachricht: Das bedeutet, dass wir für den Versionszyklus 0.x keine weiteren Features mehr entwickeln und Updates der Community überlassen. Änderungen und neue Module könnt ihr aber trotzdem weiterhin via gitlab einreichen.

Die gute Nachricht: nein, das ist nicht das Ende des Projektes. Ganz im Gegenteil! Wir fokussieren uns damit nur auf das Release von mirr.OS one. Im geheimen Kämmerlein arbeiten wir schon eine ganze Weile daran. Nach aktueller Planung werden wir es im Frühjahr vorstellen können.  Und natürlich arbeiten wir ebenfalls mit Hochdruck an der Entwicklung der Hardware. Aber das ist eine andere Geschichte.

Die glancr-Community wächst und immer mehr Menschen nutzen bereits die aktuelle mirr.OS-Version. Das motiviert uns ungemein das offene Projekt weiter zu führen – auch wenn es langsam geht, da wir den ganzen Spaß ja nebenher betreiben. So konnten wir in den Beta-Phase von euch viel darüber lernen, was ihr wirklich von der Software erwartet, wo es hakt, was ihr euch wünscht und wo der ein oder andere Verbesserungen sieht. An dieser Stelle danken wir euch für die großartige Mitarbeit und für die vielen positiven Worte mit denen fast jede Mail von euch beginnt. Darüber hinaus haben wir sehr zahlreiche Meldungen aus dem Business-Bereich erhalten, zB. aus der Hotel-, Immobilien-, Kosmetik-, Mode- und Werbebranche.

Die Häufigsten Meldungen kamen aus den Bereichen

  1. Bugfixes
  2. Bedienung
  3. Funktionsumfang

Deshalb haben wir uns genau diesen Bereichen in der 0.6er und in mirr.OS one besonders gewidmet.

mirr.OS v0.6

Mit der kommenden Version 0.6 wird sich ein bisschen was ändern. Wir ihr wisst, pushen wir in unregelmäßigen Abständen kleine Updates nach. Diese Updates betreffen die mirr.OS Anwendung. In der neuen Version mussten wir allerdings an den Linux-Kernel ran. Das bedeutet, wenn ihr alles nutzen wollt, müsst ihr die SD neu flashen. Sorry, geht nicht anders.

Du willst die v0.6 nicht neu installieren? Kein Problem! Du musst das Image nicht zwingend neu auf die SD-Karte bringen. Der größte Teil der neuen Version funktioniert auch so. Was leider nicht funktionieren wird ist z.B. die reboot-Funktion, die Problembehandlung oder die Unterstützung für den Pi Zero.

Import/Export

Das Update wird aber einfacher gehen als je vorher, denn wir haben eine Import-Export-Funktion eingebaut. Damit sichert ihr eure Einstellungen lokal, um sie bei einer Neuinstallation parat zu haben. Da sind eure ganzen Keys, Schlüssel, Einstellungen usw. drin, nicht jedoch die Module selbst. Die Module müsst ihr euch neu installieren, was jedoch relativ schnell gehen sollte.

Setup

Den Setup-Prozess haben wir verbessert. Beispielsweise machte WLAN-Rescan einige Zeit Probleme, geht jetzt aber auch prima.

Neue Menüführung

In Vorbereitung auf mirr.OS one haben wir die Menuführung angepasst. Ihr findet jetzt kleine Symbole für Screen, Einstellungen, Problembehandlung und auch eine Vorschau. Die Vorschau ist für Entwickler hilfreich, die während ihrer Arbeit kein Display am Pi haben.

Problembehandlung

Die meisten Bugs sind raus. In mirr.OS one wollen wir am allerliebsten ganz ohne starten (wenn das überhaupt möglich ist). Deshalb haben wir jetzt die Problembehandlung so auffällig eingebaut. Hier könnt ihr uns direkt aus mirr.OS eine Nachricht senden und eure Debug-Infos sowie das Fehlerlog anhängen. Das erleichtert uns die Entwicklung, da wir so viel besser sehen, was da bei euch los ist. Alle persönlichen Daten haben wir selbstverständlich ausgebaut, denn wir bleiben dabei: wir wollen möglichst keine Daten von euch haben.

Also: nutzt die Fehlermeldung und sendet uns eure Berichte, wenn es hakt!

Neuer Kernel

Weiterhin haben wir mirr.OS mit dem aktuellen Rasbian versehen. Das bedeutet es läuft jetzt auch auf dem Pi Zero W.

Ausblick auf mirr.OS one

Kernel

Wie oben beschrieben betreffen unsere Updates die Anwendung und nicht den Kernel. An den Linux-Kernel wollen wir auch nicht ran, da es bedeuten würde, wir müssten wissentlich Einbruchstellen auf eurem Pi einbauen. Und da die Community mittlerweile sehr groß ist und ihr viele empfindliche Daten auf eurem Pi habt, haben wir uns auf einen neuen Unterbau geeinigt. mirr.OS one wird auf Ubuntu Core laufen. Das ist ein Minimal-System, das extra für IoT-Geräte gemacht ist und mit sog. Snaps funktioniert. In der Nutzung von mirr.OS werdet ihr davon allerdings reichlich wenig merken.

Anwendung

Zunächst war mirr.OS als einfache statische Anwendung gedacht. Dann kamen die neuen Module und die Möglichkeit diese als zip über einen Uploader aufzuspielen. Dabei haben wir bereits die ersten Gefahren gespürt, als wir mit einer so großen Community versehentlich eine DDoS-Attacke beim Tankerkönig ausgelöst hatten. Weitere Probleme kamen durch unterschiedliche Schnittstellen hinzu. Kurzum: mit der aktuellen Architektur sind wir an Grenzen gestoßen. Was neues, flexibleres muss her. Deshalb werden wir neue Technologien einsetzen, die den neuen Anforderungen dauerhaft gerecht werden können.

Bedienung

Die Zukunft ist Mobile. Deshalb entwerfen wir mirr.OS one mobile first. Und das ganze als Progressive Web App. Auf deutsch bedeutet es, ihr werdet mirr.OS one sehr komfortabel über eurer Handy, wie eine App steuern können. Flüssig, schnell, bequem und stabil. Das ist nicht ganz trivial, wie ihr am neuen Funktionsumfang merken werdet.

Funktionsumfang

Das Zuhause ist der persönlichste Ort der Welt. Und wenn die Zukunft des Wohnens smart ist, dann soll der glancr das persönlichste Device im Smart Home sein. Unsere Philosophie ist deshalb alles zu individualisieren, was individualisierbar ist. Und das geht mit dem aktuellen statischen Layout nicht.

Deshalb erwartet euch folgendes:

  1. Module lassen sich auf einem klassischen 12er-Grid frei positionieren, auch im Querformat
  2. die Größe jedes Moduls ist variabel,
  3. mirr.OS funktioniert für ganz kleine und für riesengroße Displays,
  4. Module können direkt aus mirr.OS heraus installiert werden,
  5. wir trennen Datenquellen (zB. API-Keys, Logins) und Module
  6. damit kannst du mehrere Instanzen eines Moduls installieren

Damit sind wir für die nächsten Jahre gewappnet und mirr.OS wird euch soviel Spaß bereiten, wie man mit angezogener Hose maximal haben kann.

So long, have fun. Eure glancr jungs 🙂

entwurf mirr.OS one

Join the discussion 23 Comments

  • Franck Einhenkel sagt:

    Hallo Glancr Team,

    ich wollte mal nach dem Status des Mirror os one fragen. Ihr habt ja geschrieben Frühjahr 2018 und da wir wären wir nun. Für mich ist das Thema quer Format sehr wichtig und auch die Möglichkeit mehr Größenanpassungen vorzunehmen. Könnt ihr da schon einen kleinen Status Update geben?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Franck

  • Chris sagt:

    Moin Männer,
    ihr könnt es wahrscheinlich schon nicht mehr hören, aber wann kommt denn nun das ONE? Bin schon gespannt ohne Ende & kann es kaum erwarten!

    LG
    Chris

  • Friedrich R. sagt:

    Gibt es schon ein angepeiltes Monat für Mirr.os ONE?

    • ROB sagt:

      Würde mich auch brennend interessieren 🙂

    • Franck E. sagt:

      Ich befürchte es gibt das Team nicht mehr. Zumindest wenn man die Antwortzeit betrachtet

      • Tobias Danker sagt:

        Hi Frank, doch uns gibts noch. Und wir sind nicht faul. Aber es gibt mittlerer über 1000 Anwender und jeder hat irgendwann eine kleine oder große Supportanfrage für einen Spezialfall. Das alles machen wir neben unserer Selbstständigen Tätigkeit – du kannst dir vorstellen dass die Belastung aus diesem Bereich schon relativ hoch ist. Und dann gibts ja auch noch Privatleben. Naja, long Story Short: wir sind deutlich drüber, das wissen wir. Aber wir sind täglich dran, eine coole neue Version auf die Beine zu stellen, die offen für die nächsten 10 Jahre ist. Dazu haben wir extra einen neuen Entwickler angestellt (der jeden Monat ne Menge Geld kostet). Wir enntwerfen und bauen ein komplett neues flexibles Fundament und die Anspruchsvolle Architektur dahinter ist auf Premiumlevel. Bitte noch etwas Geduld 🙂

      • Joachim sagt:

        Man sollte dabei auch nicht Vergessen, dass es sich um ein für uns alle kostenloses Produkt handelt. Ich bin auch sehr neugierig wie die Version 1 dann mal aussehen wird. Zur Zeit aber erfreue ich mich immer noch an der aktuellen Version, die ich jeden Morgen nach dem aufstehen gleich sehe darf.

  • Maximilian Schiller sagt:

    Hey! Kann mirr.OS one kaum erwarten, gibt es schon ein festes release date?

  • Nik sagt:

    Hallo Zusammen,
    bin nicht ganz neu in der Smart Mirror Community und habe über Magic Mirror und den „normalen“ Smart Mirror hinaus einiges probiert und bin nun bei euch gelandet.
    Ich wollte euch herzlich danken, die Installation war absolut reibungslos (für so ein cleanes, professionelles und modernes UI hätte ich erwartet, zur Kasse gebeten zu werden) und die Software ist fantastisch!
    Eine kleine Anregung habe ich:
    Die -ohnehin schon echt tolle Smartphone „App“- könnte vielleicht noch um die Funktion erweitert werden, den Display output auszuschalten. Da ich den Spiegel direkt über meinem Bett hängen habe, muss ich jetzt immer das Stromkabel ziehen, da er Nachts doch sehr hell ist, ein kleiner Switch in der App wäre da klasse!
    Auf Mirr.OS one kann ich kaum warten, können wir es sehr sehr bald erwarten?
    Lg und nochmal vielen vielen Dank!

  • Patrick sagt:

    Hallo,

    als erstes Kompliment an euch für das meiner Meinung nach sehr gelungene Projekt.
    Aber wann kommt mirr.OS one, ihr habt geschrieben im Frühjahr? Es scheint sehr viele Verbesserungen zu haben.
    Wir es dann auch kostenlos zum download für selber bauer sein?

    Viele Grüsse Patrick

    • Tobias Danker sagt:

      Dauert nicht mehr lange 🙂 und ja, wird genauso Open source. LG

      • Rafael sagt:

        Kann man schon eine Voraussage machen? 😉

      • Jonny sagt:

        Muss mir eure Software mal dringend anschauen, sieht ja echt super aus 🙂 und hat halt vollen Fokus auf MM

        Doch ihr schrieb ein paar mal, dass es für den Pruvatanwender kostenlos ist. Andererseits ist es aber auch Open Source? Dürfte man also mirr.os auch für den kommerziellen Bereich nutzen?

        Gruß und Dank

        PS: ich denke, dass wichtigste ist einfach, dass es performanter wird als Magic Mirror 2 ( zumindest das lagt bei mir )

        • Tobias Danker sagt:

          Hi Jonny, danke dir! Ja, da jede Installation auch mit Support verbunden ist müssen wir für den kommerziellen Einsatz Vereinbarungen treffen. Wenn jemand unsere Arbeit nutzt um damit Geld zu verdienen, möchten wir auch ein Stückchen vom Kuchen abhaben. Schließlich ist die Hardware ohne die Software nix 🙂 LG

          • Jonny sagt:

            Danke für die schnelle Antwort.

            Habt ihr schon eine „Preisvorstellung / Lizenzmodell“? Speziell für Jungunternehmer? Sollte alles so laufen, wie gewünscht, werde ich später eh ein angepasstes OS von euch brauchen / kaufen. Gibt halt doch ein paar Wünsche, die speziell für Unternehmer dann sind 😉

            Aber vorerst wäre ein einfaches Modell am einfachsten. Schreib mir doch bitte einfach eine Mail 🙂 – würde schon mal liebsten eine DE Firma Unterstützen, vor allem, wenn der Support dann auch passt.

  • GEORGE PROKOPAS sagt:

    I have a nice and useful 2 ideas for moduleS:

    1) „POP-UP EMAIL NOTIFICATIONS“
    (I thing that on MagicMirror2 is already working but here we talking about mirrorOs the best of the best for me!!!!)
    &
    2) “ LIVE TV (e.x. from youtube)“ this is almost ready with „Text Module“ but for now can not play audio inside chromium and so you watch only video without voice
    I think that mirrorOs have future

  • Florian sagt:

    Moinmoin,

    wird es bald auch den Support von Displays unter FHD geben?
    Hab nen 20″ 1680×1050 Monitor und würde diesen gern nutzen.

  • Sven sagt:

    Hallo,

    korrigiert mich bitte; unter Berücksichtigung der Informationen aus diesem Post und der nachfolgenden Frage / Antwort auf Stack Overflow (https://askubuntu.com/questions/703070/does-ubuntu-work-on-a-raspberry-pi-zero) wird der Raspberry PI Zero (W) zukünftig vom Glancr Project respektive Mirr.OS (ONE) nicht mehr unterstützt. Ist das richtig?

    Gruß,
    Sven

    P.S. Ich bin gerade bei der 3. Test-Installation (Re-Flash SD [PI3/Zero W]) – bislang keine E-Mail mit weiteren Instruktionen zur Konfiguration gefolgt von fehlschlagenden Updates („Neue Version ist Verfügbar“) und einem sporadischem „Reset“ zum Initial-Bildschirm.

    • Tobias sagt:

      Ja, Ubuntu Core läuft nicht auf dem Pi Zero (W), da es ARMv6 nicht unterstützt. Core läuft aktuell auf RasPi 2, 3 und dem Compute Module 3.
      https://developer.ubuntu.com/core/get-started

  • Stefan sagt:

    Hey devs,

    ein Problem beim Upgrade auf 0.6 und einspielen der alten config ist die Syntax in der .json die generiert wird. Beim weider einspielen der Config wird ein Teil meines WLAN-Passworts abgeschnitten da es “ enthält. Leider half auch das änden des Kennworts in den Teil der gespeichert wurde funktionierte nicht -> reinstalliere nun.

    Grüße, Stefan.

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